Biomasse

Biomasse

Rohstoff mit CO2-neutralem Energiepotenzial

Im Abfall steckt ein ansehnliches CO2-neutrales Energiepotenzial. Denn bei rund einem Drittel des gesamten Siedlungsabfalls handelt es sich um verwertbare Biomasse. Gemäss Bundesamt für Umwelt wurden im Jahr 2015 in der Schweiz 1,25 Mio. Tonnen Grüngut (ohne Hauskompost) verarbeitet. Zudem fallen pro Jahr 2,3 Mio. Tonnen Lebensmittelabfälle an. Davon landen rund 250 000 Tonnen in Kehrichtverbrennungsanlagen. Aus gesammeltem Grüngut, Rüstabfällen und Speiseresten lässt sich CO2-neutrale Energie produzieren. Wird Biomasse zur Energiegewinnung verwendet, wird dabei nur so viel CO2 freigesetzt, wie zuvor in der Biomasse gebunden war. Daher ist Biomasse grundsätzlich klimaneutral. Nicht umsonst gilt organischer Abfall inzwischen als eine Stütze der umweltschonenden Energiegewinnung.

Energie aus Biomasse

«Einmal pro Woche holen wir alle Rüst- und Gartenabfälle direkt bei den Bielerinnen und Bielern zu Hause ab. Die Bevölkerung kostet das nichts, da wir die Transport- und Entsorgungskosten über die ordentlichen Grundgebühren finanzieren. Eine gute Möglichkeit, die Leute dazu zu bewegen, ihren Abfall zu trennen. Einen Teil des Bio-Abfalls wandeln wir anschliessend in Kompost um, den anderen vergären wir zu Biogas. Daraus entsteht wiederum erneuerbarer Strom.»

Silvan Kocher
Leiter Strasseninspektorat, Biel

Weil in organischen Abfällen und Holz viel drin steckt (PDF)

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Neue Energie aus Bioabfall (PDF)

Der ökologische Kreislauf im Vergärungsverfahren (Biogasanlagen)